FAQ – Häufig gestellte Fragen
- Welches Hörgerät ist für mich geeignet?
- Was kostet ein gutes Hörgerät?
- Wie funktioniert ein Hörtest?
- Wann bekomme ich ein Hörgerät – und wann ein Hörimplantat?
- Was zahlt die Krankenkasse für ein Hörgerät?
- Kann ich Hörgeräte kostenlos testen?
- Wie lange hält ein Hörgerät?
- Wann sollte ich mein Hörgerät wechseln?
- Was sollte ich tun, wenn mein Hörgerät pfeift?
- Wie können Hörgeräte bei Tinnitus helfen?
- Sind Bluetooth-Hörgeräte sinnvoll?
- Batterie oder Akku – welches Hörgerät ist für mich sinnvoller?
- Wie kann ich ein Hörgerät mit einem Smartphone verbinden?
Welches Hörgerät ist für mich geeignet?
Das passende Hörgerät hängt nicht nur von der Stärke Ihres Hörverlustes ab. Entscheidend ist, wie gut Sie in Ihren typischen Alltagssituationen hören möchten, welche technischen Funktionen Sie benötigen und welches Hörgerät sich für Sie angenehm tragen lässt.
Ihr Hörakustiker sollte deshalb zunächst das Hörvermögen ausführlich untersuchen und gemeinsam mit Ihnen klären, in welchen Situationen Sie Schwierigkeiten beim Hören haben – beispielsweise bei Gesprächen mit mehreren Personen, im Restaurant, beim Fernsehen, beim Telefonieren oder unterwegs.
Dabei spielen insbesondere folgende Punkte eine Rolle:
1. Art und Ausprägung des Hörverlustes
Das Hörgerät muss zum individuellen Hörverlust passen. Je nach Hörkurve kommen unterschiedliche Bauformen und Leistungsstufen in Frage.
2. Ihre typischen Hörsituationen
Wer hauptsächlich zu Hause und in ruhiger Umgebung spricht, hat andere Anforderungen als jemand, der regelmäßig in Restaurants, Besprechungen oder größeren Gruppen unterwegs ist.
3. Bauform und Tragekomfort
Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) und Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) unterscheiden sich hinsichtlich Größe, Sichtbarkeit, Bedienung, Komfort und technischer Ausstattung. Welche Bauform geeignet ist, hängt unter anderem vom Hörverlust und den persönlichen Vorlieben ab.
4. Technische Ausstattung
Je nach Bedarf können beispielsweise folgende Funktionen interessant sein:
- automatische Anpassung an unterschiedliche Hörsituationen
- Richtmikrofone und Störgeräuschreduzierung
- Bluetooth für Smartphone und Telefon
- direkte Audioübertragung
- Akku statt Batterien
- Fernbedienung über eine App
- Anbindung an Fernsehzubehör
Dabei gilt: Mehr Technik bedeutet nicht automatisch besseres Hören. Entscheidend ist, welche Funktionen im persönlichen Alltag tatsächlich einen Nutzen bringen.
5. Ein Hörgerät sollte individuell angepasst werden
Selbst ein technisch sehr gutes Hörgerät kann wenig Nutzen bringen, wenn es nicht richtig eingestellt ist. Deshalb sind die Auswahl, die individuelle Anpassung und die Nachkontrolle durch einen qualifizierten Hörakustiker besonders wichtig.
6. Mehrere Hörsysteme vergleichen und ausprobieren
Idealerweise sollten Sie verschiedene geeignete Hörgeräte ausprobieren und möglichst in Ihren eigenen Alltagssituationen testen. So lässt sich feststellen, welches Hörsystem für Sie persönlich den größten Hörkomfort und Sprachverstehen bietet.
Wichtig:
Das „beste Hörgerät“ gibt es nicht für jeden Menschen. Es gibt nur das Hörgerät, das am besten zu Ihrem Hörverlust, Ihrem Alltag, Ihren persönlichen Anforderungen und Ihrem Budget passt.
Deshalb sollte die Entscheidung gemeinsam mit einem Hörakustiker nach einer ausführlichen Beratung und einem praktischen Vergleich getroffen werden.
Sie möchten herausfinden, welches Hörgerät zu Ihnen passt? Bei Koob Hörgeräte können Sie verschiedene Hörsysteme kennenlernen, vergleichen und – je nach Versorgung – im Alltag ausprobieren. Gemeinsam mit unseren Hörakustikern finden wir heraus, welche Lösung zu Ihrem Hörvermögen, Ihren persönlichen Hörsituationen und Ihren individuellen Wünschen passt.
Was kostet ein gutes Hörgerät?
Ein gutes Hörgerät muss nicht automatisch teuer sein. Die Kosten hängen unter anderem vom individuellen Hörverlust, der Bauform, den technischen Funktionen und dem persönlichen Hörbedarf ab.
In Deutschland gibt es grundsätzlich auch Hörgeräteversorgungen ohne private Zuzahlung, wenn die Voraussetzungen für eine gesetzliche Kassenversorgung erfüllt sind. Darüber hinaus gibt es Hörgeräte in unterschiedlichen Preis- und Ausstattungsklassen.
Die Unterschiede zwischen den Preisklassen liegen beispielsweise bei:
- der Verarbeitung von Sprache und Störgeräuschen
- der Automatik für unterschiedliche Hörsituationen
- der Anzahl und Art der Mikrofone
- der Bluetooth- und Smartphone-Anbindung
- Akku- und Lademöglichkeiten
- zusätzlichen Komfortfunktionen
- Größe und Bauform des Hörgerätes
Wichtig: Ein teureres Hörgerät ist nicht automatisch das bessere Hörgerät für Sie. Entscheidend ist, ob das Hörsystem zu Ihrem Hörverlust und zu Ihren persönlichen Hörsituationen passt und ob es individuell richtig angepasst wird.
Deshalb empfehlen wir, verschiedene geeignete Hörgeräte miteinander zu vergleichen und – wenn möglich – im Alltag auszuprobieren. So können Sie selbst feststellen, welche Ausstattung Ihnen tatsächlich einen Mehrwert bietet.
Wie funktioniert ein Hörtest?
Ein Hörtest beim Hörakustiker ist in der Regel einfach, schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Dabei wird untersucht, wie gut Sie verschiedene Töne und Sprache hören können. Das Ergebnis hilft dabei, mögliche Hörminderungen zu erkennen und – falls erforderlich – eine passende Hörversorgung zu finden.
1. Zunächst sprechen wir über Ihr Hörvermögen
Vor dem eigentlichen Hörtest wird besprochen, ob und wann Sie Schwierigkeiten beim Hören feststellen.
Zum Beispiel:
- Verstehen Sie Gespräche in größeren Gruppen schlecht?
- Müssen Sie den Fernseher lauter stellen?
- Haben Sie Schwierigkeiten, wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen?
- Verstehen Sie andere Menschen am Telefon schlechter?
- Haben Angehörige schon bemerkt, dass Sie schlechter hören?
Diese Informationen sind wichtig, weil die persönliche Hörsituation genauso relevant ist wie das Messergebnis.
2. Das Ohr wird überprüft
Je nach Situation kann zunächst ein Blick in den Gehörgang erfolgen. Dabei kann beispielsweise festgestellt werden, ob der Gehörgang durch Ohrenschmalz verschlossen ist oder ob andere Auffälligkeiten vorliegen.
Ein Hörakustiker ersetzt dabei allerdings keinen HNO-Arzt. Bei Beschwerden, Schmerzen, plötzlich auftretendem Hörverlust oder anderen medizinischen Auffälligkeiten sollte zeitnah eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
3. Die Hörschwelle wird gemessen
Beim klassischen Tonaudiogramm bekommen Sie über Kopfhörer oder einen speziellen Kopfhörer verschiedene Töne vorgespielt.
Die Töne unterscheiden sich in:
- Frequenz – also Tonhöhe
- Lautstärke
Sobald Sie einen Ton hören, geben Sie ein Signal, beispielsweise durch einen Tastendruck.
So wird ermittelt, wie leise Sie unterschiedliche Tonhöhen noch wahrnehmen können.
Das Ergebnis wird anschließend als Hörkurve beziehungsweise Audiogramm dargestellt.
4. Die Sprachverständlichkeit kann zusätzlich geprüft werden
Für den Alltag ist nicht nur wichtig, ob Sie einen Ton hören, sondern vor allem, wie gut Sie Sprache verstehen.
Deshalb kann zusätzlich ein Sprachtest durchgeführt werden. Dabei hören Sie Wörter oder Zahlen und wiederholen das, was Sie verstanden haben.
So lässt sich beispielsweise feststellen, wie gut Sie Sprache bei unterschiedlichen Lautstärken verstehen.
5. Was sagt das Ergebnis aus?
Das Audiogramm zeigt, ob und in welchem Bereich eine Hörminderung vorliegt.
Dabei können beispielsweise unterschiedliche Ausprägungen in den tiefen, mittleren oder hohen Frequenzen festgestellt werden.
Das ist wichtig, weil ein Hörverlust nicht bei jedem Menschen gleich aussieht.
Zwei Menschen können beispielsweise beide eine ähnliche Hörminderung haben, aber trotzdem ganz unterschiedliche Schwierigkeiten beim Hören und unterschiedliche Anforderungen an ein Hörgerät.
6. Was passiert nach dem Hörtest?
Wenn eine Hörminderung festgestellt wird, bespricht der Hörakustiker gemeinsam mit Ihnen die möglichen nächsten Schritte.
Dabei geht es nicht nur um das Messergebnis, sondern auch um Ihre persönlichen Hörsituationen und Wünsche.
Je nach Situation können beispielsweise verschiedene Hörsysteme ausprobiert und miteinander verglichen werden.
Wichtig zu wissen: Ein Hörtest beim Hörakustiker ist eine gute Möglichkeit, das eigene Hörvermögen überprüfen zu lassen. Er ersetzt jedoch keine ärztliche Untersuchung.
Insbesondere bei einem plötzlich auftretenden Hörverlust, Ohrenschmerzen, Schwindel, Ohrgeräuschen oder anderen Beschwerden sollte zunächst beziehungsweise zusätzlich ein HNO-Arzt aufgesucht werden.
Sie möchten wissen, wie gut Sie hören?
Bei Koob Hörgeräte können Sie Ihr Hörvermögen überprüfen lassen und sich anschließend persönlich beraten lassen. Dabei erklären wir Ihnen die Ergebnisse verständlich und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten für Ihre individuelle Hörsituation bestehen.
Ein Hörtest ist ein einfacher erster Schritt, um herauszufinden, wie gut Sie tatsächlich hören.
Wann bekomme ich ein Hörgerät – und wann ein Hörimplantat?
Ob ein Hörgerät oder ein Hörimplantat geeignet ist, hängt vor allem von Art und Ausprägung des Hörverlusts, der Funktion des Innenohrs, dem Sprachverstehen und dem Nutzen einer herkömmlichen Hörgeräteversorgung ab.
Wann ist ein Hörgerät die richtige Lösung?
Ein Hörgerät kommt grundsätzlich infrage, wenn das vorhandene Hörvermögen durch eine elektronische Verstärkung so unterstützt werden kann, dass ein ausreichender Nutzen entsteht. Dabei wird das Hörgerät individuell auf den Hörverlust eingestellt. Ziel ist vor allem, Sprache und relevante Umgebungsgeräusche wieder besser hörbar und verständlich zu machen.
Ob ein Hörgerät sinnvoll ist, lässt sich nicht allein anhand des Alters oder einer bestimmten Zahl im Audiogramm entscheiden. Wichtig sind unter anderem:
- die individuelle Hörkurve
- das Sprachverstehen
- die Hörsituation im Alltag
- die Ursache und Art des Hörverlusts
- der Nutzen einer Hörgeräteversorgung
Wann kommt ein Hörimplantat in Frage?
Wenn eine hochgradige bis an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit vorliegt und mit geeigneten Hörgeräten kein ausreichender Hörgewinn beziehungsweise kein ausreichendes Sprachverstehen erreicht werden kann, kann eine Implantatversorgung in Betracht gezogen werden. Dabei gibt es unterschiedliche Implantatsysteme. Welche Versorgung in Frage kommt, hängt von der Art des Hörverlustes und den medizinischen Voraussetzungen ab.
Ein Cochlea-Implantat (CI) beispielsweise umgeht die nicht mehr ausreichend funktionierenden Bereiche des Innenohres und stimuliert den Hörnerv elektrisch. Wichtig ist: Ein CI wird nicht einfach aufgrund eines bestimmten Hörverlustwertes eingesetzt. Vor einer Implantation erfolgt eine umfassende medizinische und audiologische Untersuchung in einem spezialisierten CI-Zentrum.
Hörgerät oder Hörimplantat – was ist der Unterschied?
| Hörgerät | Hörimplantat |
|---|---|
| verstärkt bzw. verarbeitet Schall | wandelt Schall je nach Implantatsystem in elektrische Signale um bzw. überträgt ihn auf andere Weise |
| wird außen getragen | enthält je nach System implantierte Komponenten |
| keine Operation erforderlich | medizinischer Eingriff erforderlich |
| bei vielen Formen von Hörverlust geeignet | kommt bei bestimmten, meist schwereren Hörstörungen infrage |
| individuell anpassbar | umfassende medizinische und audiologische Abklärung erforderlich |
Kann man zuerst ein Hörgerät ausprobieren?
In vielen Fällen ja. Bei einer Hörminderung wird zunächst geprüft, ob eine geeignete Hörgeräteversorgung einen ausreichenden Nutzen bringt. Wenn trotz optimaler Anpassung geeigneter Hörgeräte das Sprachverstehen nicht ausreichend verbessert werden kann, kann eine weiterführende Untersuchung in einem spezialisierten Zentrum sinnvoll sein.
Dabei sollte nicht einfach nur gefragt werden:
„Wie laut höre ich?“
Sondern vor allem:
„Wie gut verstehe ich Sprache mit einer optimal angepassten Hörversorgung?“
Das ist für die Beurteilung besonders wichtig.
Wann sollte ich einen HNO-Arzt aufsuchen?
Bei einem plötzlich auftretenden Hörverlust, einer raschen Verschlechterung des Hörvermögens, einseitigen Beschwerden, Schwindel, Ohrenschmerzen oder anderen neuen Symptomen sollte zunächst eine HNO-ärztliche Abklärung erfolgen.
Ein Hörakustiker kann das Hörvermögen messen und bei der Hörgeräteversorgung unterstützen, die medizinische Diagnose und die Entscheidung über eine Implantation gehören jedoch in die Hände entsprechender Fachärzte und spezialisierter Implantatzentren.
Wir prüfen gemeinsam mit dem Kunden den Hörbedarf und die Möglichkeiten einer Hörgeräteversorgung. Wenn eine Hörgeräteversorgung keinen ausreichenden Nutzen erwarten lässt, kann eine weiterführende medizinische Abklärung in einem spezialisierten CI-Zentrum sinnvoll sein.
Was zahlt die Krankenkasse für ein Hörgerät?
Bei gesetzlich Versicherten übernimmt Ihre Krankenkasse bei einer entsprechenden medizinischen Indikation und Vorlage einer Verordnung (Rezept) grundsätzlich einen von Ihnen fest definierten Festbetrag für Ihre Hörgeräteversorgung. Je nach gewähltem Hörgerät können darüber hinaus auch private Mehrkosten (Eigenanteil) entstehen. Die genaue Höhe hängt von dem jeweiligen Hörgerät und der jeweiligen Krankenkasse ab.
Sie möchten wissen, welche Hörgeräte für Sie infrage kommen und welche Kosten dabei entstehen? Bei Koob Hörgeräte beraten wir Sie individuell und erklären Ihnen transparent die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten – von der zuzahlungsfreien Versorgung bis zu höher ausgestatteten Hörsystemen.
Hörgeräte kostenlos testen – unverbindlich im Alltag ausprobieren
Ja, Hörgeräte können in vielen Fällen unverbindlich zur Probe getragen werden. Das ist sinnvoll, weil man erst im eigenen Alltag feststellen kann, wie gut man mit einem Hörgerät zurechtkommt und ob es die gewünschten Verbesserungen beim Hören und Sprachverstehen bringt.
Beim Probetragen können Sie beispielsweise erleben, wie sich das Hörgerät in unterschiedlichen Situationen verhält:
- beim Gespräch mit einer Person
- in einer größeren Gruppe
- im Restaurant oder Café
- beim Fernsehen
- beim Telefonieren
- unterwegs und in unterschiedlichen Umgebungen
- bei Gesprächen mit Hintergrundgeräuschen
Warum ist das Probetragen so wichtig?
Ein Hörgerät sollte nicht nur im Hörstudio gut funktionieren. Entscheidend ist, wie Sie damit in Ihrem persönlichen Alltag hören.
Deshalb können mehrere Hörgeräte miteinander verglichen werden. Dabei lassen sich beispielsweise unterschiedliche Bauformen, technische Ausstattungen und Leistungsstufen ausprobieren.
Auch die individuelle Anpassung spielt eine wichtige Rolle. Ein Hörgerät wird entsprechend Ihrer Hörkurve eingestellt und anschließend bei Bedarf weiter angepasst.
Entstehen beim Testen Kosten?
Das hängt von der jeweiligen Versorgung und den Bedingungen des Hörakustikers ab. Bei Koob Hörgeräte können geeignete Hörsysteme nach einer Beratung zum Probetragen zur Verfügung gestellt werden. Die genauen Bedingungen – insbesondere Dauer und Umfang des Probetragens – sollten vorab mit dem jeweiligen Koob-Fachgeschäft geklärt werden.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung:
Kostenloses Probetragen bedeutet nicht automatisch, dass die spätere Hörgeräteversorgung kostenlos ist.
Bei gesetzlich Versicherten gibt es grundsätzlich auch zuzahlungsfreie Hörgeräteversorgungen, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Entscheiden Sie sich dagegen für ein Hörsystem mit zusätzlichen Leistungen oder höherer Ausstattung, kann eine private Zuzahlung entstehen.
Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung und testen Sie ein Hörgerät möglichst in den Situationen, in denen Sie im Alltag Schwierigkeiten mit dem Hören haben.
Denn das beste Hörgerät ist nicht unbedingt das teuerste – sondern dasjenige, das zu Ihrem Hörverlust, Ihrem Alltag und Ihren persönlichen Anforderungen passt.
Wie lange hält ein Hörgerät?
Ein modernes Hörgerät kann bei guter Pflege mehrere Jahre zuverlässig genutzt werden. Als grobe Orientierung wird häufig von einer Nutzungsdauer von etwa 5 bis 6 Jahren ausgegangen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Hörgerät nach genau dieser Zeit ausgetauscht werden muss.
Wie lange ein Hörgerät tatsächlich funktioniert, hängt unter anderem davon ab, wie häufig es getragen wird, wie es gepflegt wird und welchen Belastungen es im Alltag ausgesetzt ist.
Was beeinflusst die Lebensdauer?
Pflege und Reinigung
Regelmäßige Reinigung und professionelle Wartung können dazu beitragen, dass ein Hörgerät länger zuverlässig funktioniert. Besonders wichtig ist es, Mikrofone, Lautsprecher und gegebenenfalls den Ohrpassstückbereich sauber und frei von Feuchtigkeit zu halten.
Feuchtigkeit
Schweiß und Feuchtigkeit gehören zu den häufigsten Belastungen für Hörgeräte. Wer das Hörgerät regelmäßig einer hohen Luftfeuchtigkeit oder starkem Schwitzen aussetzt, sollte besonders auf eine geeignete Trocknung und Pflege achten.
Tragehäufigkeit
Ein Hörgerät, das täglich viele Stunden getragen wird, ist naturgemäß höheren Belastungen ausgesetzt als ein Gerät, das nur gelegentlich verwendet wird.
Bauform und Technik
Auch die Bauform spielt eine Rolle. Bei modernen Geräten können beispielsweise Akku, Mikrofone, Lautsprecher oder andere elektronische Komponenten im Laufe der Jahre verschleißen.
Wie merkt man, dass ein Hörgerät ausgetauscht werden sollte?
Nicht unbedingt daran, dass es plötzlich komplett ausfällt. Hinweise können sein:
- Das Hörgerät funktioniert zunehmend unzuverlässig.
- Die Akkulaufzeit nimmt deutlich ab.
- Reparaturen werden häufiger.
- Die Technik entspricht nicht mehr den eigenen Bedürfnissen.
- Das Sprachverstehen hat sich trotz korrekter Anpassung verschlechtert.
- Der eigene Hörverlust hat sich verändert.
- Neue Funktionen könnten den Alltag deutlich erleichtern.
Wichtig: Ein Hörgerät muss nicht automatisch ersetzt werden, nur weil es einige Jahre alt ist. Wenn es zuverlässig funktioniert, gut angepasst ist und die eigenen Anforderungen erfüllt, kann es weiterhin sinnvoll sein.
Und was ist mit dem Akku?
Bei wiederaufladbaren Hörgeräten ist der Akku ein Verschleißteil. Seine Kapazität kann im Laufe der Jahre nachlassen. Je nach Modell und Nutzung kann dann ein Akkutausch oder gegebenenfalls eine Reparatur sinnvoll sein.
Regelmäßige Kontrolle lohnt sich
Auch wenn das Hörgerät noch funktioniert, sind regelmäßige Kontrollen beim Hörakustiker sinnvoll. Dabei können Hörgerät und Ohrpassstück überprüft, gereinigt und neu angepasst werden. Außerdem kann kontrolliert werden, ob sich das Hörvermögen verändert hat.
Kurz gesagt: Ein Hörgerät ist eine langfristige Anschaffung. Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung kann ein modernes Hörsystem häufig rund 5 bis 6 Jahre oder länger genutzt werden. Entscheidend ist nicht allein das Alter des Gerätes, sondern ob es noch zuverlässig funktioniert und Ihren aktuellen Hörbedarf erfüllt.
Wann sollte ich mein Hörgerät wechseln?
Ein Hörgerät muss nicht allein wegen seines Alters ausgetauscht werden. Ein Wechsel kann jedoch sinnvoll sein, wenn sich der Hörverlust verändert hat, die Reparaturen zunehmen, die Akkuleistung nachlässt oder moderne Funktionen einen deutlichen Vorteil für den persönlichen Alltag bieten.
Was sollte ich tun, wenn mein Hörgerät pfeift?
Wenn ein Hörgerät pfeift oder ein hohes Rückkopplungsgeräusch erzeugt, ist das zunächst kein Grund zur Sorge. Ein gelegentliches Pfeifen kann verschiedene Ursachen haben und lässt sich häufig schnell beheben.
Warum pfeift ein Hörgerät?
Das Pfeifen entsteht meistens durch eine sogenannte akustische Rückkopplung. Dabei gelangt der vom Hörgerät verstärkte Schall wieder zum Mikrofon des Hörgerätes und wird erneut verstärkt.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
- Das Hörgerät sitzt nicht richtig im Ohr.
- Das Ohrpassstück sitzt nicht mehr optimal.
- Das Ohr hat sich verändert und die Passform stimmt nicht mehr.
- Das Hörgerät oder der Schallaustritt ist mit Ohrenschmalz verstopft.
- Der Schallschlauch ist beschädigt oder undicht.
- Das Hörgerät wurde nicht optimal eingestellt.
- Die Lautstärke oder Verstärkung ist für die aktuelle Situation zu hoch.
- Beim Aufsetzen einer Mütze, beim Umarmen oder beim Telefonieren wird das Hörgerät teilweise abgedeckt.
Was kann ich selbst ausprobieren?
1. Sitz überprüfen
Setzen Sie das Hörgerät noch einmal vorsichtig ein und überprüfen Sie, ob es richtig sitzt.
2. Hörgerät reinigen
Kontrollieren Sie Ohrpassstück beziehungsweise Dome und den Schallaustritt. Verunreinigungen können die Funktion beeinträchtigen.
3. Filter überprüfen
Bei vielen Hörgeräten befindet sich vor dem Lautsprecher ein kleiner Cerumenfilter. Ist dieser verstopft, kann ein Wechsel erforderlich sein.
4. Lautstärke überprüfen
Wenn das Pfeifen insbesondere bei hoher Lautstärke auftritt, kann eine zu hohe Verstärkung die Ursache sein. Eine dauerhafte Lösung sollte jedoch nicht darin bestehen, das Hörgerät einfach leiser zu stellen.
Wenn das Hörgerät weiterhin pfeift
Dann sollten Sie das Hörgerät von einem Hörakustiker überprüfen lassen.
Der Fachmann kann feststellen, ob beispielsweise
- die Passform nicht mehr optimal ist,
- das Ohrpassstück angepasst werden muss,
- der Cerumenfilter gewechselt werden sollte,
- das Gerät gereinigt werden muss,
- ein technischer Defekt vorliegt oder
- die Einstellung des Hörgerätes angepasst werden sollte.
Ein Hörgerät sollte bei normalem Tragen grundsätzlich nicht dauerhaft pfeifen. Wenn das Pfeifen regelmäßig oder dauerhaft auftritt, lohnt sich deshalb eine professionelle Überprüfung.
Besonders wichtig bei neuen Hörgeräten
Bei einem neuen Hörgerät kann gelegentliches Pfeifen während der Eingewöhnung vorkommen. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Hörgerät ungeeignet ist. Gerade in der ersten Zeit sind Kontrolltermine und Nachanpassungen wichtig, damit das Hörsystem optimal auf den individuellen Hörverlust und die persönlichen Hörsituationen eingestellt werden kann.
Wann sollte man zum HNO-Arzt?
Wenn zusätzlich zum Pfeifen Ohrenschmerzen, Druckgefühl, Schwindel, eine plötzliche Hörverschlechterung oder andere Beschwerden auftreten, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Ihr Hörgerät pfeift trotz Reinigung und richtigem Einsetzen weiterhin?
Kommen Sie gerne bei Koob Hörgeräte vorbei. Unsere Hörakustiker überprüfen den Sitz, reinigen das Hörgerät und kontrollieren die Einstellung. Häufig lässt sich die Ursache des Pfeifens schnell feststellen und beheben.
Wie können Hörgeräte bei Tinnitus helfen?
Hörgeräte können Menschen mit Tinnitus und gleichzeitig bestehender Hörminderung dabei unterstützen, den Tinnitus weniger störend wahrzunehmen. Sie behandeln dabei nicht die Ursache des Tinnitus, sondern können die Hörwahrnehmung verbessern und dadurch die Wahrnehmung des Ohrgeräusches verändern.
Warum können Hörgeräte bei Tinnitus hilfreich sein?
Wenn das Gehör bestimmte Frequenzen nicht mehr ausreichend wahrnimmt, fehlen dem Gehirn Informationen aus der Umgebung. Ein Hörgerät kann diese fehlenden Hörinformationen – passend zum individuellen Hörverlust – wieder verstärkt zur Verfügung stellen.
Dadurch können beispielsweise:
- Gespräche wieder besser verstanden werden,
- Umgebungsgeräusche deutlicher wahrgenommen werden,
- störende Aufmerksamkeit auf das Ohrgeräusch abnehmen,
- und der Tinnitus im Alltag weniger stark in den Vordergrund treten.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die verbesserte Kommunikation. Wer sich beim Hören weniger anstrengen muss und Gespräche wieder besser versteht, kann Situationen als weniger belastend erleben. Das kann bei manchen Menschen dazu beitragen, dass der Tinnitus weniger störend empfunden wird.
Welche Hörgeräte eignen sich bei Tinnitus?
Das hängt vom individuellen Hörverlust und der persönlichen Situation ab. Bei gleichzeitig bestehender Hörminderung können moderne Hörgeräte teilweise zusätzliche Funktionen bieten, die bei der Tinnitusversorgung eingesetzt werden können.
Dazu gehören beispielsweise Tinnitus-Noiser oder andere Geräuschgeneratoren, die ein individuell einstellbares, dezentes Hintergrundgeräusch erzeugen können.
Das Ziel ist dabei nicht unbedingt, den Tinnitus vollständig zu überdecken. Vielmehr kann ein angenehmes Hintergrundgeräusch dazu beitragen, die Aufmerksamkeit vom Tinnitus wegzulenken.
Nicht jeder Mensch mit Tinnitus benötigt allerdings einen solchen Geräuschgenerator. Bei manchen Betroffenen reicht bereits die Verbesserung des Hörens durch ein passend angepasstes Hörgerät.
Kann ein Hörgerät den Tinnitus heilen?
Nein. Ein Hörgerät ist keine Heilung für Tinnitus.
Bei manchen Menschen kann sich die subjektive Wahrnehmung des Tinnitus durch eine bessere Hörversorgung verringern. Die Wirkung ist jedoch individuell und lässt sich nicht garantieren.
Tinnitus kann außerdem sehr unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb sollte insbesondere bei neu auftretendem, einseitigem oder plötzlich deutlich stärker werdendem Tinnitus eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Was ist bei Tinnitus besonders wichtig?
Eine gute Tinnitusversorgung sollte individuell erfolgen. Neben dem Hörvermögen spielen beispielsweise die Art des Tinnitus, seine Lautstärke und die persönliche Belastung eine Rolle.
Ein Hörakustiker kann gemeinsam mit Ihnen prüfen, ob eine Hörgeräteversorgung sinnvoll ist und welche Möglichkeiten es gibt. Bei medizinischen Auffälligkeiten oder ungeklärtem Tinnitus sollte zusätzlich ein HNO-Arzt einbezogen werden.
Kurz zusammengefasst: Hörgeräte können bei Tinnitus insbesondere dann hilfreich sein, wenn gleichzeitig eine Hörminderung besteht. Durch die Verbesserung des Hörens können Umgebungsgeräusche und Sprache wieder besser wahrgenommen werden, wodurch der Tinnitus bei manchen Menschen weniger stark oder weniger störend empfunden wird. Je nach Situation können zusätzliche Tinnitus-Funktionen sinnvoll sein.
Sind Bluetooth-Hörgeräte sinnvoll?
Ja, Bluetooth kann ein Hörgerät im Alltag deutlich vielseitiger machen. Je nach Hörgerät und Smartphone können Audiosignale beispielsweise direkt vom Smartphone an die Hörgeräte übertragen werden.
Dadurch können Sie Hörgeräte nicht nur zum besseren Hören von Gesprächen nutzen, sondern teilweise auch als persönliche Kopfhörer.
Was kann man mit Bluetooth-Hörgeräten machen?
Je nach Hörgerät, Smartphone und unterstütztem Bluetooth-Standard können beispielsweise folgende Funktionen möglich sein:
📱 Telefonieren
Das Gespräch kann direkt über die Hörgeräte gehört werden. Bei kompatiblen Geräten können teilweise auch die Mikrofone der Hörgeräte für die Sprachübertragung genutzt werden.
Das kann besonders praktisch sein, wenn man Schwierigkeiten hat, das Smartphone direkt ans Ohr zu halten.
🎵 Musik hören
Musik kann direkt an die Hörgeräte übertragen werden. Moderne Hörgeräte können dabei die Musik automatisch erkennen und die Signalverarbeitung entsprechend anpassen.
📺 Fernsehen
Mit einem passenden TV-Zubehör lässt sich der Fernsehton bei vielen Hörgeräten direkt oder nahezu direkt an die Hörgeräte übertragen.
Das kann besonders hilfreich sein, wenn mehrere Personen gemeinsam fernsehen und jeder die für ihn angenehme Lautstärke haben möchte.
🎧 Podcasts und Hörbücher
Auch Podcasts, Hörbücher oder andere Audioinhalte können – je nach Gerät – direkt über die Hörgeräte wiedergegeben werden.
📲 Apps
Viele moderne Hörgeräte lassen sich über eine Smartphone-App steuern. Je nach Hersteller können beispielsweise Lautstärke, Hörprogramme oder bestimmte Einstellungen verändert werden.
Für wen lohnt sich Bluetooth besonders?
Bluetooth kann besonders interessant sein, wenn Sie:
- häufig mit dem Smartphone telefonieren,
- gerne Musik oder Podcasts hören,
- regelmäßig fernsehen,
- ein Smartphone intensiv nutzen,
- Hörbücher oder andere Audioinhalte hören,
- möglichst wenig zusätzliche Geräte verwenden möchten.
Für jemanden, der sein Smartphone kaum benutzt und hauptsächlich Gespräche in ruhiger Umgebung führt, ist Bluetooth dagegen möglicherweise kein entscheidendes Auswahlkriterium.
Nicht jedes zusätzliche technische Feature ist automatisch sinnvoll. Entscheidend ist, welche Funktionen Sie in Ihrem Alltag tatsächlich nutzen.
Funktionieren Bluetooth-Hörgeräte mit jedem Smartphone?
Nein, nicht unbedingt.
Hier sollte man genau hinschauen. Hörgeräte verwenden unterschiedliche Bluetooth-Technologien und unterstützen je nach Modell unterschiedliche Smartphones und Betriebssysteme.
Insbesondere bei iPhone und Android-Smartphones können sich die Möglichkeiten unterscheiden.
Deshalb sollte vor dem Kauf geprüft werden:
- Welches Smartphone verwenden Sie?
- Welches Betriebssystem?
- Welche Bluetooth-Funktionen unterstützt das Hörgerät?
- Ist direktes Audio-Streaming möglich?
- Funktionieren Telefonie und Medienübertragung?
- Welche Funktionen bietet die zugehörige App?
Ein wichtiger Punkt: Bluetooth ist nicht bei allen Hörgeräten gleich
Das wird auf vielen Websites zu oberflächlich dargestellt. „Bluetooth vorhanden“ bedeutet nicht automatisch: „Ich kann alles von jedem Smartphone direkt auf jedes Hörgerät streamen.“
Je nach Hörgerät können unterschiedliche Bluetooth-Profile und Übertragungsstandards zum Einsatz kommen. Deshalb sollte die Kompatibilität des konkreten Hörgerätemodells mit dem eigenen Smartphone vor der Entscheidung geprüft werden.
Lohnt sich ein Bluetooth-Hörgerät für mich?
Das hängt von Ihrem Alltag ab. Wenn Sie beispielsweise häufig telefonieren, Musik hören oder Ihr Smartphone intensiv nutzen, kann Bluetooth einen echten praktischen Mehrwert bieten. Wenn Sie dagegen hauptsächlich persönliche Gespräche führen und nur selten Smartphone oder Streaming nutzen, kann eine andere Ausstattung wichtiger sein.
Das beste Hörgerät ist deshalb nicht unbedingt das technisch umfangreichste, sondern dasjenige, dessen Funktionen Sie im Alltag tatsächlich nutzen können.
Batterie oder Akku – welches Hörgerät ist für mich sinnvoller?
Ob ein Hörgerät mit Einwegbatterien oder einem wiederaufladbaren Akku besser geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie Sie Ihr Hörgerät im Alltag nutzen.
Beide Systeme haben Vor- und Nachteile. Entscheidend ist deshalb nicht, welche Technik grundsätzlich besser ist, sondern welche Lösung zu Ihren persönlichen Gewohnheiten passt.
🔋 Wann ist ein Akku-Hörgerät sinnvoll?
Ein wiederaufladbares Hörgerät kann besonders praktisch sein, wenn Sie Ihr Hörgerät jeden Tag tragen.
Vorteile können sein:
- Sie müssen nicht regelmäßig kleine Batterien wechseln.
- Das Hörgerät wird einfach abends in die Ladestation eingesetzt.
- Es ist besonders komfortabel für Menschen, denen das Wechseln kleiner Batterien schwerfällt.
- Bei häufigem Bluetooth-Streaming kann eine wiederaufladbare Lösung praktisch sein.
- Die Handhabung ist im Alltag einfach.
Gerade Menschen, die ihr Hörgerät täglich viele Stunden tragen, empfinden das Laden über Nacht oft als sehr komfortabel.
🔋 Wann können Einwegbatterien sinnvoller sein?
Auch Hörgeräte mit klassischen Batterien haben ihre Vorteile.
Sie können beispielsweise interessant sein, wenn:
- Sie Ihr Hörgerät nur gelegentlich tragen.
- Sie längere Zeit unterwegs sind.
- Sie keine Lademöglichkeit zur Verfügung haben.
- Sie eine sofort verfügbare Energiequelle als Reserve bevorzugen.
- Sie das Hörgerät nicht regelmäßig auf eine Ladestation setzen möchten.
Ein wichtiger Vorteil ist die schnelle Austauschbarkeit: Ist die Batterie leer, kann sie einfach gewechselt werden.
Was ist mit Reisen?
Bei Reisen sollte man beide Möglichkeiten berücksichtigen.
Bei einem Akku-Hörgerät sollten Sie darauf achten, dass die Ladestation und das passende Ladegerät mitgenommen werden und unterwegs eine geeignete Stromversorgung vorhanden ist.
Bei einem Hörgerät mit Einwegbatterien können dagegen zusätzliche Ersatzbatterien mitgenommen werden.
Und wie lange hält ein Hörgeräte-Akku?
Der Akku ist ein Verschleißteil. Seine Kapazität kann im Laufe der Jahre abnehmen. Wie lange er tatsächlich hält, hängt unter anderem vom Hörgerät, der Nutzung und dem Streaming-Verhalten ab.
Deshalb sollte man bei der Auswahl eines Akku-Hörgerätes auch fragen: Was passiert, wenn die Akkukapazität nach einigen Jahren deutlich nachlässt?
Je nach Modell kann ein Akkutausch beziehungsweise eine Reparatur erforderlich sein.
Die wichtigste Frage ist deshalb: Wie sieht Ihr persönlicher Alltag aus?
Wenn Sie Ihr Hörgerät täglich nutzen und möglichst wenig Aufwand mit Batteriewechsel haben möchten, ist ein Akku-Hörgerät häufig eine sehr komfortable Lösung. Wenn Sie Ihr Hörgerät dagegen nur gelegentlich tragen oder möglichst unabhängig von einer Ladestation sein möchten, können Einwegbatterien weiterhin sinnvoll sein.
Bei Koob Hörgeräte können Sie verschiedene Systeme miteinander vergleichen und gemeinsam mit Ihrem Hörakustiker herausfinden, welche Lösung zu Ihren persönlichen Hörgewohnheiten und Ihrem Alltag passt.
Wie kann ich ein Hörgerät mit einem Smartphone verbinden?
Moderne Hörgeräte lassen sich bei vielen Modellen mit einem Smartphone verbinden. Dadurch können Sie – je nach Hörgerät und Smartphone – beispielsweise Telefonate, Musik, Podcasts oder andere Audiosignale direkt über die Hörgeräte hören. Außerdem können viele Hörgeräte über eine Smartphone-App gesteuert werden.
Die genaue Verbindung hängt vom Hersteller, Hörgerätemodell und Smartphone ab.
1. Prüfen Sie zuerst die Kompatibilität
Bevor Sie mit der Verbindung beginnen, sollte geprüft werden, ob Ihr Hörgerät mit Ihrem Smartphone kompatibel ist. Dabei spielt unter anderem eine Rolle:
- Verwenden Sie ein iPhone oder Android-Smartphone?
- Welches Hörgerätemodell haben Sie?
- Welche Bluetooth-Technologie unterstützt das Hörgerät?
- Welche Funktionen möchten Sie nutzen – beispielsweise Telefonie, Audio-Streaming oder nur die Steuerung per App?
Bluetooth bedeutet nicht automatisch, dass jede Funktion mit jedem Smartphone funktioniert.
2. Hörgeräte einschalten beziehungsweise aktivieren
Bei vielen Hörgeräten reicht es aus, die Geräte aus der Ladestation zu nehmen. Bei anderen Modellen kann ein Neustart erforderlich sein. Am besten führen Sie die Verbindung mit vollständig geladenen Hörgeräten durch.
3. Bluetooth am Smartphone aktivieren
Öffnen Sie auf Ihrem Smartphone die Bluetooth-Einstellungen und aktivieren Sie Bluetooth.
Wichtig: Bei manchen Hörgeräten erfolgt die eigentliche Kopplung nicht direkt über das normale Bluetooth-Menü, sondern über die Bedienungshilfen des Smartphones oder über die App des Hörgeräteherstellers.
4. Hörgeräte koppeln
Bei einem iPhone können kompatible Hörgeräte beispielsweise über:
Einstellungen → Bedienungshilfen → Hörhilfen
gekoppelt werden.
Bei Android-Smartphones kann die Vorgehensweise je nach Hersteller und Hörgerät unterschiedlich sein. Manche Hörgeräte werden direkt über Bluetooth gekoppelt, andere über die jeweilige Hersteller-App.
5. Hersteller-App installieren
Viele Hörgerätehersteller bieten eine eigene App an.
Damit können Sie – abhängig vom Modell – beispielsweise:
- Lautstärke verändern
- Hörprogramme auswählen
- Einstellungen anpassen
- Batteriestatus beziehungsweise Akkustand überprüfen
- bestimmte Streaming-Funktionen steuern
- weitere Einstellungen vornehmen
6. Verbindung testen
Nach der Kopplung sollten Sie zunächst einen kurzen Test durchführen.
Zum Beispiel:
📞 jemanden anrufen
🎵 Musik abspielen
📺 einen Audiostream starten
Wenn die Verbindung funktioniert, sollte das Audiosignal – sofern das Hörgerät diese Funktion unterstützt – direkt über die Hörgeräte zu hören sein.
Was tun, wenn das Hörgerät nicht gefunden wird?
Wenn Ihr Smartphone das Hörgerät nicht erkennt, können Sie zunächst folgende Dinge überprüfen:
- Sind die Hörgeräte eingeschaltet?
- Sind sie ausreichend geladen?
- Ist Bluetooth am Smartphone aktiviert?
- Sind die Hörgeräte bereits mit einem anderen Smartphone verbunden?
- Befinden sich Smartphone und Hörgeräte nahe beieinander?
- Wurde die Verbindung bereits einmal hergestellt und muss neu eingerichtet werden?
- Ist die verwendete Smartphone-Version mit dem Hörgerät kompatibel?
Manchmal hilft es auch, Bluetooth kurz aus- und wieder einzuschalten oder das Hörgerät neu zu starten. Wenn die Verbindung weiterhin nicht funktioniert, sollte die Kompatibilität und die Kopplung durch den Hörakustiker überprüft werden.
Ein wichtiger Unterschied: Bluetooth und Streaming
Hier lohnt sich eine fachliche Erklärung, weil diese Begriffe häufig verwechselt werden. Bluetooth ist die drahtlose Verbindung. Audio-Streaming bedeutet, dass beispielsweise Telefonate oder Musik vom Smartphone direkt an die Hörgeräte übertragen werden. Nicht jedes Hörgerät unterstützt alle Bluetooth-Funktionen und nicht jedes Smartphone unterstützt dieselben Übertragungsstandards.
Deshalb sollte man vor dem Kauf eines Hörgerätes das eigene Smartphone und die gewünschten Funktionen berücksichtigen.
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